Chronik

(1953- 1983)


Treu der Heimat,
Treu der Sitte,
Treu der Tracht

..., unter diesen Leitsätzen versammelten sich am 11.Dezember 1953 14 heimatverbundene Leute aus der Pfarrei Schönberg, um den Heimat- und Volkstrachtenverein Schönberg aus der Taufe zu heben.

Die Gründungsmitglieder waren:
Georg Drexler, Dr. Josef Ammer, Rupert Pleintinger, Simon Hansbauer, Josef Grill jun., Hans Duschl, Ignaz Duschl, Anton Pleintinger, Johann Roth, Engelbert Roth, Fanny Pleintinger, Benedikt Mautner, Mathias Roth, Xaver Kern

Die 1. Vorstandschaft:
1. Vorstand: Georg Drexler
2. Vorstand: Dr. Josef Ammer
Schriftführer: Rupert Pleintinger
Kassier: Engelbert Roth

Die Ziele des neuen Vereins sind im ersten Satz der Satzung verankert:

„die Sitten, Gebräuche und das Volkstum unserer engeren Heimat und deren Tracht zu pflegen.“

So wurden wöchentliche Zusammenkünfte abgehalten um

- Im Sinne der Kameradschaft die heimatlichen Tänze und Lieder, wie sie die „Alten“ tanzten
  und sangen, zu pflegen und wieder aufleben zu lassen.

- Alte Sitten und Bräuche zusammen-zu-tragen, wieder durchzuführen und somit zur
  Erhaltung dieses Kulturgutes beizutragen.

- Laienspiele einzustudieren und aufzuführen, in denen sich das Leben unserer Heimat
  wiederspiegelt.

- Material für eine bodenständige Heimat- und Volkstracht zu sammeln.

Nachdem man diese Aufbauarbeit geleistet hatte, wurden die Ergebnisse zur Motivation der Öffentlichkeit vorgestellt. Man ging daher auch in die umliegenden Ortschaften und gestaltete dort, teilweise in Zusammenarbeit mit Nachbarvereinen, Brauchtumsabende. Der Verein ist seit der Gründung fester Bestandteil von Festen und Veranstaltungen in und um Schönberg.

Der erste „Begrüßungsabend“ in Schönberg fand am 21.August 1954 statt. Aus dem Begrüßungsabend entstand die zur Tradition gewordenen Heimatabende; zur Unterhaltung der einheimischen Bevölkerung sowie der Feriengäste. Zum Bestandteil dieser Abende gehören Volkstänze, Volksgesang, Volksmusik und Theaterstücke.

Der junge Verein wurde auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und beliebt. Dies wiederum förderte die finanzielle Basis und man konnte somit im Grundgedanken des Vereins verstärkt weiterarbeiten. Als 1962 eine Jugendgruppe ins Leben gerufen wurde, entstand mit ihr eine weitere Tanzgruppe, die am 1.Mai 1963 das erste Mal auftrat.

Der junge Heimat- und Volkstrachtenverein Schönberg konnte auf Grund der Geschicke der Vorstandschaft und dem Idealismus der Vereinsmitglieder auf eine beachtliche Gesamtkonzeption blicken.

Aus dem Verein bildeten sich folgende Gruppen:

I. Volksgesang:
Kinderpaar
Männer-Gesangsgruppe
Burschen-Gesangsduo
Dirndl-Dreigesang

II. Volksmusik:
Familienmusik Roth
Stubenmusik Trauner/Perl
Stubenmusik Hansbauer/Praml

III. Vereinsmusiker:
Xaver Angerer (Harmonika)
Hans Müller (Zither)
Josef Roth (Harmonika)

Vereinslokale:
1953- 1955: Gasthaus Rupert Pleintinger
1955- 1980: Gasthof Karl Sigl
seit 1980 Hotel „Zur Post“ Franz Sigl

Höhepunkte in der Vereinsgeschichte

01.04.-04.04.1960
Auf Einladung eines Reiseunternehmens veranstaltete der Verein im Spiegelsaal des Hotels Lindner einen großen heimatlichen Folkloreabend in Hamburg.

12.06.1960
Al erster Auftritt nahm der Verein am Landesverbandsfest in Wels/ Österreich zusammen mit vielen heimischen Trachtengruppen teil.

22.10.1960
An diesem Tag wurde erstmals in Schönberg das Gautreffen des Bayerischen Waldgaus abgehalten, dem am Vorabend ein großer Heimatabend unter Mitwirkung zahlreicher Vereine aus dem gesamten Waldgau vorausging.

11.03.1961
Im Frühjahr dieses Jahres zeigte der Bayerische Rundfunk Interesse für das waldlerische Brauchtum und wählte dazu den Raum Grafenau- Spiegelau- Schönberg aus. Am 11.März wurde der Musikwettstreit „Mikrofon für alle“ aus Grafenau übertragen. Der Heimat- und Volkstrachtenverein ging aus dieser Veranstaltung mit der höchsten Punktzahl und damit als Sieger hervor.

24.05.1964
In Anwesenheit der Gattin des damaligen Bundespräsidenten, Frau Wilhelmine Lübke, wurde das Familienferiendorf feierlich seiner Bestimmung übergeben. Das Programm, das durch das Fernsehen live übertragen wurde, gestaltete der Verein wesentlich mit.

30.05.-31.05.1964
Das bis dahin größte vereinseigene Fest stellt die Fahnenweihe zum 10jährigen Vereinsjubiläum dar. Diese erste Fahne zeigt auf der einen Seite ein heimatliches Trachtenpaar, auf der anderen das Bild des Heimatortes Schönberg mit der Pfarrkirche als Mittelpunkt. Als Fahnenmutter stellte dich Frau Veronika Sigl zur Verfügung, die „Hirtmonstaler“ aus Bischofsmais konnten als Patenverein gewonnen werden. Schirmherr war der Landrat des damaligen Landkreises Grafenau, Herr Bayer.

25.01.1980-20.01.1980
Im Rahmen der Touristikmesse in Stuttgart stellte der Verein seinen Heimatort Schönberg durch Volkslieder und Volkstänze vor.

22.11.1980
Ein fast vergessener Brauchtum, der Kathreintanz, wurde im herkömmlichen Sinne mit Blasmusik, gemeinsamen Volkstänzen und Mundartgedichten neu belebt. Der gelungeneAbend bestätigt, dass die Bevölkerung durchaus am Brauchtum interessiert ist.

18./19.11.1982
Den ersten Fernsehauftritt hatte der Verein beim niederbayerischen Abend in der Schabenlandhalle Stuttgart, der in Zusammenarbeit mit der Blaskapelle aus Bodenmais gestaltet wurde.